Compliance, also Regeleinhaltung, wird in den meisten Fällen als Garantie für Erfolg und Sicherheit angesehen. Dieses Verständnis hat sich im frühen 20. Jahrhundert, als Frederick Taylor namensgebend für den Taylorismus wurde, etabliert und seither hartnäckig gehalten.

Gleichzeitig wissen wir aber, dass gerade 15-20% aller Regeln eingehalten werden (können).
Egal, ob im Straßenverkehr oder am Arbeitsplatz: Menschen brechen Regeln und nehmen Abkürzungen.

Warum?
Gründe gibt es viele!

Denn, wann immer Regeln nicht zur Realität bzw. den kommunizierten Systemzielen (z.B. Effizienz/Produktion vs. Sicherheit) passen, unbekannt sind, sich ihr Sinn nicht erschließt oder sie sich gar widersprechen, wird Compliance ausgehebelt.

Oder, wie der 2015 verstorbene Baseball Trainer Yogi Berra, bemerkte:
„in der Theorie gibt es keinen Unterschied zwischen Theorie und Praxis – in der Praxis schon!“

Aus diesem Grund steht Black Elephant Advisory – im Einklang mit den Erkenntnissen der System Safety Science – für eine Entbürokratisierung in Sachen Sicherheit.
Anstelle von unzähligen internen Richtlinien, die am Ende existieren, um Verantwortlichkeiten im Schadensfall zu definieren, sollte es einige wenige, aus der Arbeitsrealität sinnvoll entstehende und unterstützende Procedures geben – an die sich verbindlich jede:r immer hält, die einfach sind und dafür sorgen, dass mehr Zeit dafür bleibt, qualitativ hochwertig und sicher Tätigkeiten durchzuführen und Herausforderungen zu meistern.

Und hier kommt Commitment, also Engagement, ins Spiel.

Denn während Compliance sich bürokratisch auf Regeln am Papier bezieht, bedeutet Commitment ein echtes Bekenntnis – Sicherheit nicht als das bloße Erfüllen von Vorschriften zu verstehen, sondern eine Kultur des Bewusstseins, der Verantwortung und der ständigen Verbesserung zu leben.

Aus der Safety Science Literatur wissen wir:

Organisationen, die Bürokratie reduzieren und stattdessen auf Commitment setzen, sind in der Lage auf neue, nie dagewesene Herausforderungen resilient zu reagieren.

„Sicherheit ist ein Verb“, so der Resilienzforscher und System Safety Experte David Woods.

Denn, nur durch stetiges Tun, Zuhören, Austauschen, Neugierig bleiben, in Beziehung gehen, Vertrauen und Adaptieren kann ein System sicher und zuverlässig werden.

Und dafür braucht es vor allem zweierlei:

Menschen, die kreative Lösungen finden, die auf keinem Papier vermerkt sind. – Ohne Angst für einen Regelbruch zur Verantwortung gezogen zu werden, wenn das Ergebnis nicht zufriedenstellend ist.

und

Ein Bewusstsein für „work as done“ und damit die Anerkennung der tatsächlichen komplexen Arbeitsrealität.

Das Black Elephant Team begleitet Kliniken seit über 25 Jahren genau dabei.

Gerne auch Sie!